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GIULIANOVA UND UMGEBUNG
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| GESCHICHTE |
- GIULIANOVA -
- DER URSPRUNG -

Der Ursprung Giulianovas führt zurück zum Dritten Jahrhundert v. C., als die Römer eine neue Meereskolonie schufen, welche Castrum Novum genannt und zu einer wichtigen Straßenverknüpfung sowie einem Handelshafen wurde.

Im Mittelalter wurde die Stadt umgenannt zu S. Flaviano, zu Ehren des Heiligen Patriarchs von Konstantinopel, dessen Gebeine laut einer Legende auf wundersame Weise an die Küste Giulianovas gespült wurden. Die mittelalterliche Stadt wurde später Besitz der Acquaviva, die aus ihr eine Hauptresidenz machten, bis sie ungefähr im Jahre 1460 während der Schlacht des Tordino zerstört wurde, welche von den Truppen des Federico zu Montefeltro und Alessandro Sforza und denen des Jacopo Piccinino und Bosio Santofiore geführt wurde. Ungefähr zehn Jahre später schuf der Herzog Giuliantonio Acquaviva eine neue Stadt, anstatt Castel S. Flaviano aus seinen Ruinen wieder aufzubauen, und nannte sie Giulia auf dem anliegenden Hügel. Giulianova blieb aufgrund der Planungsbesonderheit, mit welcher die Stadt erbaut wurde, unverändert bis zu den Siebziger - Achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts, als ein Bevölkerungs- und Wirtschafts-Zuwachs ihre Bewohner dazu führte, sich außerhalb der Mauern entlang der Küste auszudehnen, auch dank der Eisenbahn, welche im Jahre 1863 in Funktion gesetzt wurde.

GIULIANOVA: AUSZUG AUS "Die Hundert Städte Italiens"

Der Herzog von Atri und von Teramo, Graf von Conversano und S. Flaviano, verließ S. Flaviano, nachdem er die Stadt zurückgewann, denn nach und nach hatten sich eines gesunden Tages dort Sümpfe gebildet, welche verpestete Miasmen verursachten, die Ursache für Fieber und tödliche Krankheiten: Die Genesungswerke waren aufgrund des Zeitmangels vernachlässigt worden; die Stadtbürger starben, wurden vermisst oder flüchteten; die Schlacht, welche dort am 27.

Juli 1460 geführt wurde, und der Sack, welcher von Matteo de Capua daneben übergeben wurde, hatten aus S. Flaviano einen Ruinenhaufen gemacht. Anstatt die Stadt, welche durch die Heftigkeit der Menschen und der Elemente zerstört wurde, zu restaurieren, zog er es vor, eine neue Stadt in einem erhobenerem Ort, nicht weit von der antiken Stadt, zu erbauen. Und so entsprang diese Stadt auf einem entzückenden Hügel, welcher über das adriatische Meer herrschte, auf sehr fruchtbarem und produktivem Boden, unter einem lächelnden und heiteren Himmel in der Nähe des Meeres und einem weiten Horizont, dem die himmelblauen Wellen des adriatischen Meeres und die stolze Appenninenkette mit dem erhobenen Gran Sasso als Grenze dienen, bewässert von zwei Flüssen, dem Tordino und dem Salino. Die Stadt, geformt wie ein Viereck, wird von sehr starken Mauern mit Schießscharten und Verziehrungen umschlossen und von einem Abhang umgeben, welcher nach und nach sanft verläuft; sie wurde von sieben sehr gewappneten Türmen verteidigt, welche bis zum Jahre 1860 aufrecht blieben und von welchen man noch heute einen Turm sieht, der fast unbeschädigt ist und mit dem originalen Wappen der Acquaviva auf Stein versehen ist. Er besitzt drei Eingangstüren mit einem Schloss oder einer Burg von rüstiger Konstruktion.; er wird geschmückt von einem weiten Platz, dessen Fundament von festen Ziegeln bestand, welche in Messerform geordnet waren; ein Platz, welcher seitlich ein prächtiges Gebäude, die Residenz des Grafen, und gegenüber den herrlichen Tempel hatte, welcher S. Flaviano gewidmet wurde. Von ihrem Gründer, war Giulianova stets in Besitzter der Acquaviva Herzoge von Atri, welche sie mit dem Titel von Grafen hielten und sie bevorzugten. Der letzte Graf von S. Flaviano und Herzog von Atri war Luigi, General der Nationalen Wache und Senator des Reiches. Aber da keiner seiner Söhne Giulio, Francesco, Girolamo und Alberto männliche Nachkommen hatte, und da jedoch Francesco die adelige Maria Zunica der Herzoge von der Castellina heiratete und diese eine einzige Tochter, Donna Giulia, gebard, welche mit D. Giustiniano Tomacelli Filomarino Prinz von Boiano vermählt wurde, gelangen alle Titel, welche eines Tages der Familie Acquaviva von Aragona zustanden, in ihren Besitz. Die Bürger von S. Flaviano, welche ihre zerstörte Heimat verlassen hatten und in die neue Stadt umzogen, ernannten in der Zwischenzeit das Bild des Giuliantonio zu Pferd zu ihrem Wappen, während das Unternehmen von Castrum Divi Flaviano von einem Schloss mit einem Eckturm geformt war, und darum herum das Motto: S.CV.PA.ET.DO.H.IS., d.h.: Sit cum Patre et Dominio Honor Jesu Cristo. König Ferdinand, als Fürsprache des Gründers, gewährte nicht wenige Zollfreiheiten und Befreiungen für Briefe, Kapitel und Diplome. Ein Gedenkstein, welcher eines Tages über die antike Meerestür gehängt und durch die Pflege des verdienten Bürgers Gaetano De Bartolomei erhalten wurde, enthält folgende eingeprägte Verse, welche vom berühmten Monsignor Giov. Ant. Campano, Bischof von Teramo, verfasst wurden und an die Gründung von Giulia erinnern:
Advena quis quis ad haec surgentia moenia pergis
Mutatas cognosce loro sic nomine sedes,
Turbina bellorum et Coelo graviore relictas.
Arva vides, profugis quondam viduata colonis, 
Frugibus indigenas istis explere beatos.
Der originale Wappen der Acquaviva, welcher über diese Verse gehauen wurde, wurde von einem auf den Hinterbeinen stehenden Löwen mit einem halben geflügelten Drachen dargestellt, und auf den beiden Seiten waren Verzierungen mit Obst und Blumen abgebildet. Neben dem originalen Wappen wurde nach dem zitierten Diplom des Jahres 1479 das Wappen des Königlichen Hauses von Aragona hinzugefügt.

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